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Kalangala – Das Paradies am Äquator

8 fast Unbekannte, machten sich auf den Weg, um eine Mission zu erfüllen, an dessen Oberfläche nur ein Kratzen möglich ist. Gefunden wurde das Paradies an einem Ort, der längst vergessen zu sein scheint, wo Natur noch in ihrer blühenden Pracht ihren eigenen Visionen nachhängt. Diese Reise führte uns an unsere eigenen Grenzen und machte uns zu komplett neuen Menschen. Wir wurden Brüder, Schwestern, Eltern und Freunde fürs Leben – “Bbanga Team Zero“!

Liebe ist,..

An dieser Stelle, könnte jetzt eine Menge Text stehen, ein ganzer Roman entspringen. Wo fange ich an, wo setze ich an, wo beginne ich? Ich könnte die erste Bbanga Geschichte inmitten unserer Reise starten lassen, jedoch würde meiner Meinung nach vieles verloren gehen. Kalangala – Ich denke dieser Insel sollte der erste Blogeintrag gewidmet sein.

Nachdem wir eine ca. 4 stündige Fahrt mit der Fähre von Entebbe aus hinter uns hatten, berührten unsere Füße zum ersten Mal den orange-rotbraunen Boden dieses aussergewöhnlichen Örtchens. Erzählungen, Mythen und Geschichten über diese Insel inmitten des Victoria Sees umschwirrten unsere Köpfe. Verschwitzt und ausgelaugt machten wir uns sogleich am Strand entlang auf den Weg zu unserem Hotel. Allein die Gerüche und die atemberaubende Landschaft reichten aus, um uns die Müdigkeit zu nehmen. Angekommen breitete sich vor uns ein Anblick wie aus einem Märchenbuch aus. Um es in bildlichen Worten auszudrücken: „Wenn hier Wasser und Himmel sich küssen, verwischen alle Grenzen und Linien. Es entsteht eine Symbiose zweier Elemente, die zu einem verschmelzen. So sieht es also aus, wenn die Erde Eifersucht verspürt. “  Danke Kalangala für diese unglaubliche Begrüßung, unser erster Sonnenuntergang im Paradies.
Nachdem alle einquartiert wurden und unsere Mägen keinen Hunger mehr verspürten, war es Zeit sich der Nacht hinzugeben. Noch nie im Leben fühlten wir uns dem Himmel so Nahe wie hier und jetzt. Über uns breitete sich ein Sternenhimmel aus, der einem den Atem stocken lässt. Ein Nile/Club in der einen Hand, ein Lagerfeuer, das uns wärmte vor uns und Gabriel, unser freundlicher Kellner, der sich hinter uns schlich. Noch 14 Tage, die uns bevorstanden. Wie werden die Kinder sein, was werden wir erleben und werden wir uns in dieser Zeit genauso gut verstehen wie jetzt? Tausend Ideen und noch erschien kein negativer Gedanke beim Anblick in das Feuer.
Die erste Nacht im Bungalow war genauso ein Erlebnis, das kaum in Worte zu fassen ist. Fenster die offen standen und nur durch ein Mückengitter das Innenleben von der Aussenwelt schützten, ermöglichten einem Alles zu hören was draussen vor sich ging. Fremde Geräusche, die nicht zuzuordnen sind, von Tieren dessen Namen wir nicht einmal kannten. Ein See, der denkt es ist ein Meer und dessen Wellen aggressiv gegen den Boden schlugen. Vögel, dessen Schreie sich wie das Heulen eines Kindes anhörten. Das Holz, dass sich in der Kühle der Nacht in seine Ausgangsposition zurück bewegte.

Mit dem Entschluss alles sehen, hören und spüren zu wollen, begann ich diese Reise und genau dieses Unzensierte und Unberührte bekam ich auch. Als große Kinder gingen wir hin, als reife Erwachsene mit einem Kinderherz kamen wir zurück.

Wie ging es den anderen? Was waren ihre Lieblingsmomente? Was sind ihre Gedanken?
Seid gespannt, denn unser Blog wird faszinieren, zum weinen bringen und euch in ein fernes Land entführen, als wärt ihr selber anwesend.

Text und Fotos: Milan Amini