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Kaazi Island – Die vergessenen Kinder des Victoria Sees

Kaazi Island war wohl die größte Überraschung für uns alle. Eine Insel so versteckt, dass es nicht einmal auf der Landkarte verzeichnet ist – Deep Uganda, wenn man eine Bezeichnung dafür auswählen möchte. Jeder von uns hat so seine Erinnerungen an diesen Tag. Hier Bbanga Mitglied Michaels Gedanken.

Ich hatte eine grobe Vorstellung davon, was uns erwartet.
Mir war bewusst, dass wir mit Situationen konfrontiert werden, die uns als Europäer treffen werden, in einem Land, in dem es so viele Probleme gibt, die wir selber nie am eigenen Leib erfahren haben.
Und plötzlich stehen wir in einem Dorf auf Kaazi Island im Viktoria See. Die Menschen, die Kinder, die Gerüche, die Umgebung. Alle Eindrücke prasseln auf einen ein und ich selbst weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
Und dann plötzlich sieht man: Die Kinder lachen. Die Kinder freuen sich, dass wir „Muzungus“ sie besuchen.
Und mir wird bewusst, dass ich selten in meinem Leben so ehrliche, offenherzige Gesichter gesehen habe.
Natürlich gibt es Leid und Probleme, und man weiß nicht, wo man beginnen soll.
Wo setzt man an? Wie löst man diese Probleme?
Eine Antwort auf diese Fragen habe ich nicht. Aber ich bin mir sicher:
Etwas zu tun, macht einen Unterschied. Auch wenn dies wie ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein scheint.
Für jemand anderen bedeutet es die Welt. Eine Zukunft. Eine Chance, auf ein besseres Leben.
„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.“
Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Nelson Mandela.
Und ich bin überzeigt – Darin liegt viel Wahrheit.

Text und Foto: Michael Krakhofer